Eine neue Herausforderung für Marketer: Die „Social Inbox“

  Buzz

Als ob Email-Inboxen nicht schon genügend unsere Multi-Tasking-Fähigkeiten herausfordern würden- Google Buzz (http://www.google.com/buzz) verstärkt das Ganze noch. Das neuste Produkt von Google integriert und verlinkt User automatisch mit Ihren Kontakten in Ihrem E-Mail-Adressbuch. In Echtzeit werden auch Kurznachrichten von anderen sozialen Netzwerken und neue Meldungen in der Gmail-Inbox angezeigt. Nutzer können Kurznachrichten in Ihrer Inbox oder aber in einer separaten Buzz „Inbox“ abrufen.
Obwohl der Gmail User-Anteil in Deutschland nur gering ist, gibt es doch einige Dinge die E-mail-Marketer beachten sollten:

1. E-mail-Inbox Schnittstellen sind aktiver als je zuvor: Neben Gmail, haben beispielsweise auch E-Mail-Anbieter wie Xobni, Outlook sowie Webmail Services wie Yahoo! kürzlich einen Inline-Chat, einen Kalender und Links zu Flickr und PayPal in Ihre Inbox integriert.

Diese Funktionen wurden insbesondere zur Unterstützung und Integration von E-Mails entwickelt, können jedoch im gleichen Atemzug Nutzer vom Lesen Ihrer Emails abhalten.

2. Die Inbox selbst wird voller sein als je zuvor. Buzz wird rund um die Uhr Alerts senden, sobald neue Kurznachrichten und Inhalte gepostet werden. Dies bedeutet, dass Ihre Nachrichten nun noch weitere und relevantere Konkurrenz bekommen wird.

Falls die E-Mail- Nutzer besonders aktive in sozialen Netzwerken sein sollten, können Sie damit rechnen, dass Ihre E-Mail-Marketing Nachrichten noch weiter von der „Topp-Position“„neuster Inhalte“ abgedrängt werden.

Buzz ist zu diesem Zeitpunkt brandneu auf dem Markt, daher ist es bisher schwer zu sagen welchen langfristigen Einfluss Buzz im Markt haben wird.

Hier noch ein paar Tipps wie sich Ihre Nachrichten in der „Social Inbox“ behaupten können:

1. Achten Sie noch mehr darauf, dass die Sender-Email-Adresse in die -Kontakt-Liste oder in das Adressbuch Ihrer E-Mail Empfängereingetragen wird. Nicht nur weil dadurch die Wahrscheinlichkeit, dass Ihre Emails auch wirklich beim Empfänger ankommen steigt, sondern auch weil Sie so die Möglichkeit haben, automatisch jedem in der User-Kontakt Liste zu folgen.

“Branden” sie Ihre “Von”- und Betreffzeile. Stellen Sie sicher, dass sich Ihre Nachrichten von allen anderen abheben- und das nicht nur in der Gmail-Inbox. Ihre „Von“- und Betreffzeile sollten Ihren Unternehmensnamen, Ihre Marke und den Namen Ihres Newsletters beinhalten.

Benutzen Sie nicht den Namen einer Person oder eine E-Mail Adresse. Nicht aussagekräftige Betreffzeilen werden meistens übersehen oder ignoriert- erzählen Sie Ihre Story in der Betreffzeile; wecken Sie Interesse, seien Sie kreativ. Wählen Sie Betreffzeilen die positive überraschen sind, Ihren Empfänger zum Lachen bringen und Ihn letztendlich dazu bringen Ihre Nachricht zu lesen.

2. “One-to-One” Nachrichten müssen “One-to-Many“-Versendungen ersetzen.
Buzz wurde entwickelt um Nutzer öfters und länger in der Gmail-Inbox zu halten und sie dazu zu animieren mehr als zweimal pro Tag Ihre E-Mails zu checken.

Nichtsdestotrotz könnten Alerts von Buzz, aber auch anderen soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter Ihre nicht personalisierten E-Mail Nachrichten in der Inbox untergehen lassen.

Kurz gefasst:

Die Zukunft wird es zeigen welche Inhalte und Ansätze wichtig sind um Ihre Nachrichten in den „sozialen“ Inboxen hervorzuheben.
Personalisierungen welche die Kaufhistorie und Präferenzen reflektieren, werden in Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen.

Tracken Sie die Klicks und geben Sie den Nutzern unterschiedliche Wege und Möglichkeiten, Ihnen zu sagen was sie wollen. Mit diesem Feedback sind sie auf dem richtigen Weg.

(Image courtesy of nicmcphee )

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